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Änderung des Dienstvertrages des abberufenen GmbH-Geschäftsführers
Zum Abschluss, zur Änderung und Beendigung des Dienstvertrags eines Geschäftsführers einer GmbH ist bei Fehlen abweichender Satzungsbestimmungen die Gesellschafterversammlung zuständig. Eine Änderung des Dienstvertrags eines abberufenen Geschäftsführers fällt erst dann unter die Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis des (neuen) Geschäftsführers, wenn sich das ursprüngliche Geschäftsführerdienstverhältnis nach der Abberufung in ein gewöhnliches Anstellungsverhältnis umgewandelt hat. 

Durch alle Instanzen bis zum BGH (Az.: II ZR 452/17) hatte sich der abberufenen Geschäftsführer einer Anwaltskanzlei, die als GbR aufgestellt ist, die zu jeweils einem Drittel einem Anwalt gehört, geklagt. Der Dienstvertrag sei zwar von der GbR aufgekündigt worden, allerdings hätten nur zwei der drei Gesellschafter an dieser Versammlung teilgenommen, der Dritte war im Nachhinein nur in Kenntnis gesetzt worden. Aufgrund dieses vertragswidrigen Verhaltens ist die GbR nun zum Schadensersatz in Höhe der entgangenen Vergütung verpflichtet.

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